{"id":1757,"date":"2025-05-12T21:12:53","date_gmt":"2025-05-12T19:12:53","guid":{"rendered":"https:\/\/stadtorchester-peine.de\/?page_id=1757"},"modified":"2025-05-12T21:12:54","modified_gmt":"2025-05-12T19:12:54","slug":"unsere-vereinsgeschichte","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/stadtorchester-peine.de\/?page_id=1757","title":{"rendered":"Unsere Vereinsgeschichte"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"has-drop-cap has-black-color has-text-color wp-block-paragraph\">Willkommen beim Stadtorchester Peine &#8211; Musik- und Sportgemeinschaft von 1992 e.V.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-black-color has-text-color wp-block-paragraph\">Nach dem Datum seiner Vereinsgr\u00fcndung erscheint das Stadtorchester recht jung. Dieser erste Eindruck t\u00e4uscht allerdings. Die musikalische Arbeit wurde bereits in den 1950iger Jahren in einem Ilseder Turnverein begonnen. Im Jahre 1992 kam es dann zur Ausgr\u00fcndung als eigenst\u00e4ndiger Verein. Obzwar der Name des Vereins einen anderen Eindruck hinterl\u00e4sst, ist die musikalische Arbeit des Stadtorchesters deutlich \u00e4lter.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Die musikalischen Anf\u00e4nge als Spielmannszug <\/h2>\n\n\n\n<p class=\"has-black-color has-text-color wp-block-paragraph\">In den 1950iger Jahren gr\u00fcndete eine Gruppe musikbegeisterter im Sportverein MTV \u00d6lsburg einen Spielmannszug. Unter der Leitung des Schlagzeugers Herrn Bartels und mit Hilfestellung des TSV Bildung Peine wurden die ersten Fl\u00f6tent\u00f6ne und Marschrhythmen einstudiert. Nach ein paar Jahren wurde der Spielmannszug von Franz Kliemann gef\u00fchrt.<br> &nbsp;<br>Um das Jahr 1961 \u00fcbernahm dann Herbert L\u00f6hr, ein strebsamer junger Mann Anfang zwanzig, die Leitung. Er stellte den Kontakt zum NTB her, ersetzte die Grifftabellen durch Noten und baute den Spielmannszug zu einer gesunden Abteilung innerhalb des Vereins auf. Sein Engagement endete 1966 mit der Aufnahme seines Studiums in Berlin.<br> &nbsp;<br>Der damals siebzehnj\u00e4hrige Bernhard Lott \u00fcbernahm die damals sehr junge Truppe. Kaum ein Musiker war \u00e4lter als er. Trotz aller Jugendlichkeit gelang, was kaum einer erwartet hatte: der Spielmannszug begleitete erfolgreich die B\u00fcrger-J\u00e4ger-Korporation bei den Ausm\u00e4rschen des Peiner Freischie\u00dfens. Der Spielmannszug hatte seine Feuertaufe bestanden und etablierte sich.<br> &nbsp;<br>Zu Beginn der 1970iger Jahre ging es steil bergauf. Die Musikverb\u00e4nde erkannten die Notwendigkeit einer systematischen Nachwuchsf\u00f6rderung und boten Lehrg\u00e4nge sowie Notenmaterial an. Der Spielmannszug nutzte diese M\u00f6glichkeiten, um seine musikalische Basis weiter auszubauen.<br> &nbsp;<br>Um 1975 war die volle Spielst\u00e4rke erreicht. Man hatte einen vollst\u00e4ndigen Fl\u00f6tensatz (Sopran-, Alt- und Tenorfl\u00f6ten) und das Schlagzeug war mit allerlei &#8222;Klapperkram&#8220; ausger\u00fcstet. Das Prunkst\u00fcck war ein Xylophon, auf dem Helmut Liebelt mehr als einmal die &#8222;Erinnerungen an Zirkus Renz&#8220; spielte.<br> &nbsp;<br>In dieser Zeit nahm der Spielmannszug erfolgreich an mehreren Wettbewerben teil. Bei all den Erfolgen war aber auch erkennbar, das eine weitere Entwicklung nicht mehr m\u00f6glich war. So reifte nach und nach die Idee, den Spielmannszug zu einem Blasorchester umzubauen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Umbau in ein Blasorchester <\/h2>\n\n\n\n<p class=\"has-black-color has-text-color wp-block-paragraph\">Erste Vorbereitungen begannen 1977. Bernd Lott war ganz in seinem Element. Er organisierte die Ausbildung, warb Gelder f\u00fcr Instrumente und Noten ein. Nach dem deutschen Turnfest in Hannover 1978 beendete der Spielmannszug seine Aktivit\u00e4ten und das Blasorchester begann mit der Probenarbeit. W\u00f6chentlich wurde eine Registerprobe und eine Orchesterprobe durchgef\u00fchrt, zus\u00e4tzlich erhielten einige Musiker noch Einzelunterricht. Versierte Musiker stie\u00dfen dank Bernds best\u00e4ndiger Werbung zum Orchester. Zur Weihnachtszeit 1979 war man bereits in der Lage ein erstes Jahreskonzert in der Aula des Ilseder Gymnasiums zu pr\u00e4sentieren &#8211; unter dem Gastdirigat von Claus Achs.<br> &nbsp;<br>Dieser erkannte das Potential des neuen Orchesters und vermittelte Walter Leschat als Dirigenten. Er war Berufsmusiker (Oboist) in Alt-Gandersheim. Walter Leschat gelang es in den darauffolgenden Jahren einen echten Klangk\u00f6rper zu formen. Er brachte seinen musikalischen Sachverstand nicht nur ins Orchester ein, sondern steckte die Musiker regelrecht damit an. Kurz nach einem Konzert 1983 \u2013 quasi noch am Dirigentenpult \u2013 verstarb Walter Leschat \u00fcberraschend. Das Orchester stand ohne musikalische Leitung da.<br> &nbsp;<br>Man gewann kurzfristig Hans-Henning Sch\u00e4fer aus Adenstedt, ebenfalls ein Berufsmusiker (Posaunist), der u.a. bei den &#8222;B\u00fcckeburger J\u00e4gern&#8220; aktiv war.&nbsp; Aber seine Verpflichtung war nicht von Dauer.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"> Ein starkes Team <\/h2>\n\n\n\n<p class=\"has-black-color has-text-color wp-block-paragraph\">Mit dem Engagement von Wilhelm Kammerer im Jahre 1987 gelang Bernd Lott ein absoluter Gl\u00fccksgriff, wie ihn nur wenige Orchester je erleben k\u00f6nnen. Wilhelm Kammerer war Trompeter in der Radiophilharmonie des NDR in Hannover und hatte neben Trompete und Komposition auch Blasmusikdirigat studiert. F\u00fcr Wilhelm bot sich bei der (damals noch) MSG ein wahres Spielfeld, auf dem er sich in jedweder Hinsicht austoben konnte \u2013 zugunsten einer gro\u00dfartigen Weiterentwicklung des Orchesters: &#8222;Oberstufe&#8220; und &#8222;H\u00f6chststufe&#8220; waren bald keine respekteinfl\u00f6ssenden Begriffe mehr.<br> &nbsp;<br>Mit der qualitativen Verbesserung stiegen (nat\u00fcrlich) auch die Anspr\u00fcche des Orchesters. L\u00e4ngst war die Turnhalle als \u00dcbungsraum ungeeignet, es gab nur unzureichende R\u00e4umlichkeiten, um das teure Inventar ordentlich unterzubringen, jeder Notenkauf musste vom Turnverein abgezeichnet werden. Die Konflikte mehrten sich und eskalierten schlie\u00dflich Ende des Jahres 1991.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"> Ausgr\u00fcndung als eigenst\u00e4ndiger Verein <\/h2>\n\n\n\n<p class=\"has-black-color has-text-color wp-block-paragraph\">Das Orchester beschloss in \u00fcberw\u00e4ltigender Mehrheit, den MTV \u00d6lsburg zu verlassen und einen eigenen Verein auszugr\u00fcnden. Gr\u00fcndungsdatum war der 21. April 1992. Nach der Orchesterprobe unterschrieben 16 Orchestermitglieder die Unterlagen zur Vereinsgr\u00fcndung, in den folgenden Wochen traten die anderen Mitglieder bei. Zum Vorsitzenden wurde Bernhard Lott gew\u00e4hlt. Von nun an war man als &#8222;Musik- und Sportgemeinschaft Ilsede von 1992 e.V. (MSG)&#8220; eigenst\u00e4ndig.<br> &nbsp;<br>Befreit von den Zw\u00e4ngen eines \u00fcbergeordneten Vereins stand der Kreativit\u00e4t der fast symbiotisch verbundenen Leiter nun nichts mehr im Wege. Bernd Lott organisierte und entwickelte den neuen Verein und Wilhelm Kammerer packte musikalisch immer wieder &#8222;eine Schippe drauf&#8220;. Das Orchester wuchs und wurde zum Sammelbecken f\u00fcr Musiker im Umkreis von rund 50 km. Parallel begann man mit dem Aufbau einer vereinseigenen Musikschule, die sich immer wieder durch innovative Konzepte auszeichnete. So war die MSG 1992 der erste Anbieter von &#8222;musikalischer Fr\u00fcherziehung&#8220; im weiten Umkreis. Etwa 10 Jahre sp\u00e4ter startete das selbst entwickelte &#8222;Musikspielkreis&#8220;-Konzept&nbsp;und 2008&nbsp;holte die MSG den &#8222;Musikgarten\u00ae&#8220; ins Peiner Land.<br> &nbsp;<br>Dass die musikalische Qualit\u00e4t stimmte, zeigte die Erringung des Titels eines &#8222;Turnfestsiegers&#8220; beim Wertungsspielen w\u00e4hrend des deutschen Turnfestes in Hamburg 1994. So wurde der NDR auf uns aufmerksam und realisierte mit den Musikern der MSG 1995 die Produktion einer ersten CD.<br> &nbsp;<br>Den Titel des &#8222;Turnfestsiegers&#8220; konnte das Orchester 1998 wiederholen. H\u00f6hepunkt des M\u00fcnchner Turnfestes war jedoch die Mitgestaltung der Abschlussveranstaltung durch die MSG.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"> Umzug nach Peine <\/h2>\n\n\n\n<p class=\"has-black-color has-text-color wp-block-paragraph\">Im Jahr 2000 richtete die MSG ein internationales Musikfest&nbsp; in Peine aus. In dieser Zeit spitzte sich die Raumsituation in \u00d6lsburg immer mehr zu. Verschiedene Pl\u00e4ne wurden diskutiert, eine L\u00f6sung in \u00d6lsburg konnte nicht gefunden werden. So griff man zu, als die Stadt Peine dem Verein ein leerstehendes Geb\u00e4ude im Peiner Unternehmenspark zur Nutzung anbot. In Eigenregie wurden Baupl\u00e4ne erstellt, W\u00e4nde eingezogen, Sanit\u00e4ranlagen installiert \u2013 und machte aus einer Werkhalle perfekte R\u00e4umlichkeiten f\u00fcr unsere Orchester und die vereinseigene Musikschule. Der Bau wurde 2001 eingeweiht und bezogen, der Verein umbenannt. Er hei\u00dft seitdem &#8222;MSG Peine-Ilsede, Musik- und Sportgemeinschaft von 1992 e.V.&#8220;<br> &nbsp;<br>Die Orchesterarbeit entwickelte sich weiter.&nbsp;Von nun an beheimatete die MSG mehrere Formationen mit unterschiedlichen Besetzungen und musikalischen Schwerpunkten. Mehrere CD&#8217;s wurden produziert, das symphonische Blasorchester stellte bei Wettbewerben vielfach seine Qualit\u00e4t unter Beweis. Beim j\u00e4hrlichen Jahreskonzert f\u00fcllt sich das Peiner Stadttheater regelm\u00e4\u00dfig bis auf den letzten Platz. Im Sommer ist die MSG auf vielen Sch\u00fctzenfesten ein gern gesehener Gast.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Die Zukunft beginnt heute <\/h2>\n\n\n\n<p class=\"has-black-color has-text-color wp-block-paragraph\">Zum Jahresbeginn 2012 folgte dann f\u00fcr alle \u00fcberraschend die Nachricht, das Maestro Wilhelm Kammerer gesundheitsbedingt zur\u00fccktreten muss. Nach kurzer \u00dcberlegung konnte Erich Kammerer f\u00fcr die Orchesterleitung gewonnen werden. Wilhelms Sohn ist ebenfalls professioneller Musiker (Geiger) und im Orchester seit seiner Kindheit bekannt. Er hat schon als kleiner Junge beim Schlagzeug ausgeholfen, gesungen und wurde w\u00e4hrend des Studiums als Solist an der Geige vom Orchester begleitet.<br> &nbsp;<br>Seine Feuertaufe bestand das Orchester unter dem neuen Leiter 2013 beim deutschen Musikfest in Chemnitz, wo man in der Kategorie 3 mit 94 von 100 m\u00f6glichen Punkten die h\u00f6chstm\u00f6gliche Wertung &#8211; &#8222;hervorragend&#8220; &#8211; erzielte.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Aus MSG Peine-Ilsede wird das Stadtorchester Peine<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"has-black-color has-text-color wp-block-paragraph\">Nach nun mittlerweile 15 Jahren in Peine wurde nun auch entg\u00fcltig die Zugeh\u00f6rigkeit zu Stadt verdeutlicht: Im Jahr 2015 wird aus der MSG Peine-Ilsede das Stadtorchester Peine. Die Umbenennung soll die Zugeh\u00f6rigkeit und Zusammenarbeit mit der Stadt Peine st\u00e4rken. Aber nicht nur der Name hat sich ge\u00e4ndert, auch die musikalische Leitung ist 2016 an den Dirigenten und Oboisten Michael Tewes \u00fcbergeben worden. Unter seiner Leitung konnte das Gro\u00dfe Orchester wieder an alte Erfolge ankn\u00fcpfen: beim Deutschen Musikfest 2019 in Osnabr\u00fcck wurde es mit der Note &#8222;Hervorragend&#8220; ausgezeichnet. <\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Die Corona-Pandemie<\/h2>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Willkommen beim Stadtorchester Peine &#8211; Musik- und Sportgemeinschaft von 1992 e.V. Nach dem Datum seiner Vereinsgr\u00fcndung erscheint das Stadtorchester recht jung. Dieser erste Eindruck t\u00e4uscht allerdings. Die musikalische Arbeit wurde bereits in den 1950iger Jahren in einem Ilseder Turnverein begonnen. Im Jahre 1992 kam es dann zur Ausgr\u00fcndung als eigenst\u00e4ndiger Verein. 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